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Nachdem Griechenland aus "gesundheitlichen Bedenken" ausschied, fiel die Wahl am Abend des 28. August auf Baku.
Flug und Hotel waren schnell gebucht, mit dem Visum sollte es sich als etwas schwieriger erweisen. Nach mehreren Besuchen der Botschaft in Berlin erhielten wir am letztmöglichen Tag vor unserer Abreise den notwendigen Stempel in die Reisepässe.
So ging es nun am Mittwochabend von Hamburg über Moskau nach Baku, wo wir um 5 Uhr des Feiertags ein weiteres Land für die Borussia betraten.
Freundlichst von diversen Herren begrüßt die uns gern befördern wollten und damit verbundenen ausführlichen Preisverhandlungen, besänftigte der auserwählte die Ordnungskräfte monitär und fuhr uns abenteuerlich, im unwesentlich überladenes Kfz aus den Hochzeiten modern talkings, Richtung Hotel. Auf ca. der Hälfte des Fahrtwegs fiel im ein, dass das Hotel angeblich doch deutlich weiter entfernt liegt und der Fahrpreis doch das dreifache des ausgemachten beträgt.
Nach kurzer Verschnaufpause, Nahrungsaufnahme und Besichtigung des Hafens nutzten wir das organisierte Anreisen, im Schneckenrennen mit dem Mannschaftsbus, im hupenden Durcheinander.
Das Stadtbild Bakus ist durch wirklich beeindruckende Architektur geprägt. Im Stadion war vermutlich nicht der allerbeste Bauplaner am Werk, was uns glücklicherweise in der ersten Halbzeit die Abschlüsse des Heimteams visuell ersparte. 
Auba's erneuter erfolgreicher Arbeitstag trug dann aber doch zusätzlich zur Stimmung für die folgenden, feuchtfröhlichen Stunden bei.
Auch das traditionelle Abendessen, was sich im Nachhinein als vermeintlicher Affenanos rausstellte, ist erwähnenswert.
Der ausführliche Konsum diverser Kaltgetränke führte dazu, dass wir den Sightseeing-Tag in dezimierter Zahl antraten aber nicht minder Spaß hatten.
Tatsächlich fanden wir auch einen Taxifahrer der das Taxameter benutzte, welchen wir dann auch stets riefen und welcher uns auch am Samstagmorgen wieder auf den Weg nach Moskau brachte. 
Zuhause angekommen hieß es quasi "ab in die Eistonne", um 9 Uhr ist Abfahrt ins Meisterwerk u.A. Ulrich Drahtlers (Anm. d. Red.: Architekt).

Geschrieben von Toffel am 06.11.15 um 10:39 Uhr •
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Es war einmal ein Saisonstart, der wie viele andere begann. Das kleine diebische Bergvolk nördlich der Alpen fing am Freitag an und gewann. Der HSV verlor wie es sich gehört sein erstes Spiel. Nun gut beide Ergebnisse hängen direkt mit einander zusammen, aber wer will den kleinlich werden.

Es sah also so aus, dass die Saison 2015/16 wieder eine von den sehr vorhersehbaren werden würde. Nun kam der Samstag und ich dachte mir so hoch im Norden der Republik, na was kann das heute wohl werde. Wenn man der Rückrunde und dem Papier Glauben schenken möchte, wären wir heute mit einem Unentschieden gut bedient gewesen.

Wir machten uns mit knapp 20 wackeren Recken von Hamburg aus, in die bekannten Lande des wahren Fußballs. Den Ruhrpott. Unsere Vehikel trugen uns vorbei an den grün/weißen Landen des Herzogtums Werder Bremen. Diesen drückten wir heute besonders die Daumen, da sie heute gegen die bösen Horden aus Gesindelhausen aufspielten.

Die Reise ins gelobte Land verlief besonders friedlich und ruhig. Es wurde nicht mal dem Genuss des Hopfen gefrönt. Merkwürdig irgendetwas war anders als sonst?! So kamen wir ohne Zwischenfälle, komplett nüchtern und viel zu früh in Dortmund an. Dort angekommen führten wir zwei verirrte Jünger des HSV in die Fan Welt um sie ordentlich einzukleiden.  Wir hatten sie unterwegs am Straßenrand aufgelesen.

Mittlerweile waren auch die ersten Bierchen verzehrt und man machte sich auf den Weg in die Badeanstalt. Es war immer noch früh, kaum jemand da und jede Menge Platz. Nach und nach trafen auch die anderen Sailors ein, nachdem wir die ersten schon bei der Fan Welt herzlichst begrüßt hatten. Die Sommerpause war einfach zu lange gewesen. Es wurde reichlich gelacht und gefeiert. Aufgrund der späten Spielansetzung war dafür ausreichend Zeit.

Die weiteren Duelle wurde intensiv verfolgt. Leider gewannen die Gesindelhausen Spiel.. ähh Angestellten. Aber das ersten Tor der Partie wollten die Bremer schießen und das ließen sie sich auch nicht nehmen. Richtig so, wenn man einen Plan hat, muss man diesen verfolgen.

Ach ja Plan, wie war eigentlich unser??? Bloß nicht wieder so ein schnelles Gegentor!!! Vielleicht auch ein Eigentor schießen? Das würde die Spannung nehmen. Oh man die Theorien waren endlos... Nun aber erstmal rein in den Tempel unsere beiden Banner aufhängen. Ich schnappte mir schon leicht angetrunken ein Banner und wir machten uns auf den Weg.

Oh neue Wächter vor unseren Toren. Und es kam wie es kommen musste. "Kannst Du das bitte mal ausrollen!". Wer mich kennt, der weiß, dass ich nich mehr alles selbst mache. Man hat ja Personal. Also diese Saison ein neuer Ansatz: "Nöö kann ich nich. Aber Du!" Und drückte ihm dat ganze Ding in die Hand. Als er versuchte unsere Banner auseinander zu rollen, bekam ich Mitleid und, nein half ihm nicht, sondern rief ein Kollegen von ihm zur Hilfe.

Nachdem diese Hürde mit der mir gegebenen Professionalität erledigt wurde, gingen Jenny und ich das Banner aufhängen. Nun ab in dem Block. Zum Glück war der neue Deckel rechtzeitig besorgt und reichlich aufgeladen worden. So konnte auf den Weg zu unseren Plätzen noch Flüssiges besorgt werden.

Dann ging es endlich los. Und schau an, die ersten Minute gab es kein Gegentor. Und auch die zweite und dritte nicht. Im Gegenteil wir spielten richtig schön nach vorne. Sollte diese Saison also anders werden.
Auf einmal war der Ball im Tor und zwar bei den anderen. Ich war schon durch die halbe Reihe gerannt, als irgendjemand sagte "Abseits!". Also mal ganz ehrlich Abseits, was soll der Scheiß. Niemals. Sofort wurden alle externen Experten per Pocket Internet zu Rate gezogen. Einstimmiges Ergebnis, kein Abseits, aber auch kein Tor. So eine Kacke, wer brauch denn für teuer Geld einen oder auch mehrere Falken (hawk) im Stadion, wenn die Schiris einfach nur mal zum Optiker müssten. Ich bin für ein Sehtest für Schiris, kann man das bei der UEFA oder FIFA einreichen?  

Oh man. Aber unsere Borussia hat sich davon nicht abbringen lassen und Reus knallte dat Leder in der 15 Minute zum 1:0 rein. Ich rannte wieder durch die Reihe und diesmal kein Abseits. Nur 6 Minuten später das 2:0. Was war hier los. Das ganze Stadion bebte, als Auba den Ball ins Tor der Ponys versenkte.

Zum Glück hatte inzwischen irgendjemand Bier besorgt, denn das Spiel wollte ich nicht verpassen. Jede Minute war ein Augenschmaus. Die schwarzgelben spielte wie entfesselt. Und es ging weiter. Als in der 33 Minute durch Miki das 3:0 viel hielt es niemanden mehr auf seinem Platz und mein Bier nicht mehr im Becher. Heutzutage wird alles geteilt, also warum nicht auch mein Bier mit dem Block... ist ja auch gut für die Haare.

Halbzeit. Uff war das anstrengend.  Die letzten Reserven vom Deckel bemüht und ab in die 2. Runde. Verdammt, es ging so weiter wie in der ersten Hälfte. Nachdem Miki das 4:0 erzielte war auch sein größter Kritiker zum Fan geworden. Oder Tom...?

Nun wurde das Tempo etwas rausgenommen, aber wir hätten auch noch ein oder zwei Tore mehr schießen können. Am Ende stand ein mehr als verdientes 4:0 zu Buche und ein super geniales Spiel. Wir haben uns rehabilitiert. Und kommt mir jetzt nicht mit der Kirche und dem Dorf. Ich geh nich in die Kirche und in dem Dorf war ich auch noch nich. Dat hier is Fußball!

Als ich mich auf den Weg zu Auto machte, war ich noch immer völlig von der Rolle. Was für ein Saisonstart. So gar nicht erwartet und so genial. Irgendwo neben mir murmelte einer "Ich glaub mich tritt ein Pferd. Was für ein Spiel." und ich dachte nur "Es war auf jeden Fall kein Pony!" und grinste in mich hinein.

Grüße Euer Randlöär

Geschrieben von Arne am 21.08.15 um 15:16 Uhr •
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Die Rumpelsaison sollte für alle schwarzgelben Borussen noch ein Highlight haben: das Pokalfinale in Berlin gegen die Werksvertretung von „VW“!

Freitag, 29. Mai

Die Sailors machten sich aus allen Himmelsrichtungen auf den Weg in die Hauptstadt. Der Autor dieser Zeilen hatte Andre und Marcel an Bord. Die Fahrt begann mit einer Hiobsbotschaft: Marcel verkündete mit düsterer Stimme, er habe sein Smartphone vergessen. Wer Marcel kennt, weiß, es ist ungefähr so, als wenn ein Arzt einem Trinker mitteilt, seine Leber habe nur noch ein Restleistungsvermögen von 10 Prozent.

Trotzdem setzte die Gruppe ihre Reise fort. Während der Innenraum des kleinen Skodas von André s Elekrozigaretten in einen undurchsichtigen Nebel gehüllt wurde, sinnierte Marcel über die wichtigen Fragen im Leben eines Smartphone- Junkies: Würde mich irgendjemand finden, wenn mir etwas Schlimmes passiert? Wie lange dauert und wie schwer wird der Entzug?

Gegen 17:00 Uhr checkte die dreiköpfige Gruppe im „Motel One“ ein. Nach und nach trudelten Sailors in Berlin ein, so dass sich um 19:00 Uhr bereits eine stattliche Truppe am Treffpunkt versammelte. Los ging es Richtung U-Bahn, denn die erste Station war die „respectbar“ im Stadtteil Kreuzberg.

Die BVB- Fankneipe war gut besucht und als Schwarzgelber fühlt man sich hier automatisch wohl. Besucher sollten nur die sanitären Einrichtungen meiden, die seit der „friedlichen Revolution“ 1989 wohl keine Putzmittel mehr gesehen haben!

Kurz: Der „respectbar“ wünscht man, dass sie jedes Jahr an einem Tag im Mai von vielen Menschen in Schwarzgelb und an den anderen Tagen des Jahres hoffentlich nicht von einem Angestellten des Gesundheitsamtes heimgesucht wird.

Weiter ging es zum Platz rund um die Gedächtniskirche, der auch in diesem Jahr für das offizielle schwarzgelbe Fan-Fest gebucht war. Nach einem kurzen Abstecher bei „KFC“ und im „Irish Pub“ im Europacenter endete der Abend und es ging zurück ins „Motel One“.

Anmerkung des Autors:

Vielleicht stellt der Leser hier bereits zwei Fragen: „Was ist mit Alkohol, und was ist mit den Wolfsburg-Fans?“

JA, es wurde in allen bereits geschilderten und allen noch folgenden Situationen Alkohol getrunken. NEIN, es wurden keine Wolfsburg- Fans gesehen. Warum: Es wird einfach nur nicht mehr erwähnt, da der Informationsgehalt der Antworten gleich Null ist. Auch die Feststellung, die Erde sei rund, löst seit Galileo Galilei wohl keinen Ausruf des Erstaunens mehr aus, oder?

Samstag, 30. Mai

Nach dem Frühstück ging es am späten Vormittag wieder zur Gedächtniskirche.

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Das Sailors- Banner schindete beim Fan- Fest wieder mächtig Eindruck und wurde auf vielen Smartphones und Kameras verewigt. Olli wurde gleich „Opfer“ von ZDF- Reportern und gab ein Kurz- Interview für den Sender. Das er lediglich zum Thema „Fifa“ und Sepp Blatter befragt wurde, verwunderte allerdings: Wer will an so einem Festtag, Fragen zur dunklen Seite des Fußballs beantworten?

Aufsehen erregte ein älterer Herr. In seinem langen Mantel machte er eher den Eindruck, als ob er in irgendeinem Park irgendwelchen Joggerinnen, überraschend sein Genital zeigte.

Der Mann entpuppte sich als Schwarzmarkthändler, der wohl wie die Jungfrau zum Kinde an eine Karte gekommen war und jetzt sein Pflegegeld aufbessern wollte. Doch sein amateurhaftes Auftreten rief schnell einige Ordnungshüter auf den Plan. Da es ein Originalticket war, durfte er gehen. Der alte Mann machte sich aus dem Staub und war froh, den Tag im Wohnstift zu verbringen und nicht auf irgendeinem Polizeipräsidium in Berlin- Mitte.

Die Stimmung rund um die Gedächtniskirche war friedlich, es war im Vergleich zum Vorjahr sogar weniger „Pyro“ im Spiel. Dies änderte sich kurz, da der Fahrer der Bayern- München Basketballmannschaft die glorreiche Idee hatte, mit seinen Bus direkt an der Gedächtniskirche entlang zu fahren. An einer roten Ampel hatte die Polizei einige Mühe, den johlenden und pöbelnden Mob zu kontrollieren. Für „Fuchsi“ natürlich kein Hindernis, den Bus mit ausreichend Sailors- Klebern zu versehen.

Gegen 16:00 Uhr trennte sich die Gruppe. Während einige sich auf den Weg ins Stadion machten, ging es für überwiegende Anzahl der Sailors zum public viewing auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof.

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 Im Stadion


Der gegnerische Block bediente sich für die Choreo farbiger Pappen in den Vereinsfarben. Schwarzgelb favorisierte hier mehr die südländischen Stimmungsmethoden, d. h. Bengalos und Co, so dass im Block kurz die bange Frage aufkam, ob „Isis“ den Dschihad ausgerufen hätte.

Trotz VW’s Teilnahme begann das Spiel nicht mit dem Ertönen der Werkssirene. Es hätte im Block gegenüber Heimatgefühle ausgelöst, aber bereits nach 5 Minuten hatten die „Radkappen“ ein ganz anderes Problem: Sie lagen mit einem Tor hinten! „Auba“ hatte nach Vorlage von Shinji eingenetzt- und irgendwo in Niedersachsen kaute eine ganze Samstagsschicht frustriert auf 10er- Schlüsseln!

Was für ein Start!!!

Viele dachten an das fulminante 5:2 gegen das Rote Pack. Und wer weiß: Wenn Marco in der 19. Minute nicht die 100prozentige liegen gelassen hätte…

Doch der Triumph gegen die Bauern war 3 Jahre her und einiges hatte sich geändert. Die „Ponys“ waren stärker geworden und auch „VW“ hat Borussia nicht nur ein- sondern auch überholt.

„Die Wölfe“ brauchten lediglich sechzehn Minuten, um das Spiel in ihre Richtung zu drehen. Dreimal schlug es ein. Luiz Gustavo, de Bruyne und Dost machten aus dem Rückstand ein 3:1-Vorsprung (22./33. +38.).

Bei jedem Treffer explodierte der gegnerische Block in Grün und Weiß, als ob die IG Metall in ihren Tarifverhandlungen gerade das 14. Monatsgehalt für ihre Mitglieder durchgedrückt hätte.

Halbzeit zwei stand unter dem Motto: „Schwarzgelb rennt an, trifft aber nicht.“

Es folgten gute Möglichkeiten durch Shinji und Marco (50. +56.) aber auch VW hat mehrfach die Chance das Match endgültig zu entscheiden.

Der Abpfiff durch Schiri Brych macht das Werksteam erstmalig zu einem –zugegeben verdienten- Pokalsieger.

Frust und Enttäuschung!

Trotzdem blieb der komplette Block im Stadion. Es galt die Mannschaft und vor allen Dingen „Übungsleiter K“ gebührend zu verabschieden. Viele ertrugen sogar die Pokalübergabe an die „Radkappen“ Doch dann wurde es sogar dem Autor zu viel. Klar, es gibt da ein Volk von Ouzo-Trinkern am östlichen Mittelmeer, die gerade der anderen Euros versaufen und irgendwann mit den Drachmen weitermachen; aber gibt es Schlimmeres, als nach einem verlorenen Pokalendspiel mit dem „Niedersachenlied“ ,gesungen von Heino, aus dem Stadion gefegt zu werden?

„WO SEID IHR EIGENTLICH, IHR SCHEISS „VEREINTEN NATIONEN“, WENN MAN EUCH WIRKLICH MAL BRAUCHT???“

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Sonntag, 31. Mai

Einige Sailors waren bereits am Samstag nach dem Spiel abgereist. Im Motel wurde bei Brötchen und Kaffee über das Finale lamentiert. In einem Punkt waren sich aber alle einig, auch Marcel, der es ohne Smartphone, der Welt leider nur nicht mitteilen konnte: „Zum Glück ist die Saison vorbei!“

 

Torsten Schirmer

Geschrieben von Toffel am 23.07.15 um 22:26 Uhr •
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„Gott sah auf die Welt und ihm war langweilig. Die Menschheit hatte sich gerade durch Nuklearwaffen selbst vernichtet und sein Sohn hatte alle Hände voll zu tun, um die vielen Menschen zu registrieren, die vor der Himmelspforte standen.

Nur eine Handvoll Menschen waren davongekommen. Gott beobachtete wie einer von ihnen das Trinkwasser vergiftete. Lag es an dem Streit, den er zuvor mit den anderen hatte oder war es die Trostlosigkeit, die ihn in den Wahnsinn getrieben hatte? Gott wusste es selbst nicht genau.

Der Übeltäter wurde gefasst und es lag nun an den anderen ihn gebührend zu bestrafen.

Der eine sprach, der Tod sei die gerechte Strafe, doch ein anderer schüttelte den Kopf und meinte, dass Wasser und Luft vergiftet seien, ferner wäre es bitterkalt und die Sonne sei auch nicht mehr zu sehen. Er fragte, ob der Tod da nicht eher eine Erlösung als eine Strafe sei

Die Vier steckten die Köpfe zusammen und diskutierten.

Gott kannte die Grausamkeiten der Menschen und er ahnte was folgte: „Paderborn!“ riefen die Vier im Chor. „Schicken wir Ihn nach Paderborn!“

Abfahrt:

Neun Sailors machten sich auf den Weg nach Dortmund.

Natürlich war der Rücktritt von „Übungsleiter K“ zum Saisonende das bestimmende Thema. War es gut, das er geht und wer wird sein Nachfolger waren die meist diskutierten Fragen. Einige Pils später kamen aber fußballfremde Themen auf die Agenda. So erwuchs aus den Tatsachen, dass der Konsum von Milch bei Laktoseintoleranz Blähungen verursachte und das 75 Prozent der Asiaten an dieser Erkrankung litten, eine abenteuerliche Argumentationskette. Da Blähungen Methan freisetzt und das Gas der Energiegewinnung dient, kam die Runde schnell zu dem Schluss: Asiaten mit Milchzuckerunverträglichkeit, waren ein wertvoller Wirtschaftsfaktor!

„Zero“ beobachtete mit glänzenden den Augen den Stau auf der B1 in Dortmund und war wild entschlossen in allen PKWs dieser Welt den Verbrennungsmotor gegen fünf Asiaten auszutauschen und mit dieser Geschäftsidee fortan in Dekadenz und Überfluss zu leben. Er sah sich auf seiner Finca in Südspanien am Pool liegen, während er an einem „Cuba Libre“ nippte und eine kaffeebraune Schönheit sexuelle Handlungen an ihm vornahm.

Ankunft:

Die „Reisegruppe Nord“ traf gegen 13:00 Uhr am Stadion ein. Während ein Teil der Sailors sich in Richtung Schwimmbad aufmachte, nahm Mark das Angebot des BVB wahr, sich ein neues gelbes Trikot mit der eigenwilligen Aufschrift „Randalöar 1409“ bepflocken zu lassen. Bemerkenswert: Mark hatte seiner ausschließlich schwarzen Kollektion erstmals ein farbiges Kleidungsstück zugefügt! (Haushaltstipp des Autors: Mark, Du brauchst Dir für das Trikot keine zweite Waschmaschine kaufen. Es reicht Deinen Bestand von 200 Litern „Coral-Black Velvet“ um eine Flasche Buntwaschmittel zu ergänzen.)

Das Spiel:

Die Verletztenliste von Schwarzgelb war wieder lang, wobei der Ausfall von Marco am meisten Sorgen bereitete, denn gegen tiefstehende Paderborner wäre Kreativität im Angriffsspiel gut gewesen.

In der ersten Halbzeit bot sich daher das erwartete Bild: Paderborn nach vorne komplett harmlos, aber gut verteidigend. Borussia ebenfalls mit den zu erwartenden Problemen bei Heimspielen: langweiliger Ballbesitz- Fußball ohne sich große Chancen herauszuspielen.

Schwarzgelb versuchte es daher mit Distanzschüssen. Matthias (5.) und Ilkay (12.) scheiterten jedoch knapp. Doch insgesamt lieferte das Spiel wenig Höhepunkte. Die größte Möglichkeit hatte „Auba“ in der 36. Minute. Er scheiterte mit seinem Heber jedoch an dem glänzend reagierenden Keeper der Paderborner.

In der Pause wurde auf den Rängen Frust geschoben, da es gegen einen harmlosen Gegner torlos in die Kabine gegangen war. Doch die zweite Hälfte sollte für einiges entschädigen: „Micki“ brach den Bann, indem er in der 48. Minute „Aubas“ Flanke im kurzen Eck einköpfte.

Jetzt war tatsächlich Vollgasfußball angesagt- endlich! Die Ordnung in Paderborns Defensive löste sich jetzt nach und nach auf. In der 56. Minute belohnte sich Schwarzgelb: Matthias spitzelte den Ball im 16er zu „Auba“, der dem Paderborner Schlussmann keine Chance ließ.

Borussia kontrollierte das Spiel und hatte weitere Chancen durch „Kuba“, Matthias und „Auba“ (59., 59. +69.).

In der 80. Minute dann die endgültige Entscheidung: Shinji bekommt den Ball von „Micki“ mustergültig aufgelegt und vollendet zum 3:0 Endstand.

Mit dem Abstieg hat Borussia bei neun Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz nichts mehr zu tun, im Gegenteil: der Blick geht nach oben. Platz 7. würde aller Voraussicht die EL- Qualifikation bedeuten, es sei denn, die Arminia aus Bielefeld greift sich den DFB-Pokal.

Die Erleichterung war auf den Rängen zu spüren und ab der 85. Minute erinnerte sich die schwarzgelbe Fangemeinde, wen sie ab der nächsten Saison mächtig vermissen werden. Es folgten Jürgen-Klopp- Sprechchöre, die noch nach Spielende durchs weite Rund hallten…

Ausblick:

Nächsten Samstag um 15:30 Uhr steht das nächste Heimspiel an. Es geht gegen die Eintracht, die ebenfalls noch auf Platz Sieben schielt. Zugegeben, das macht sie bereits seit Mitte der Hinrunde, doch will Borussia nächste Saison international spielen, sind 3 Punkte Pflicht.

 

Torsten Schirmer

Geschrieben von Arne am 22.04.15 um 12:29 Uhr •
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--Das possierliche Bergvolk diesseits der Alpen!

--deren Landbevölkerung sich mit Vorliebe unter ihresgleichen fortpflanzt!

--die in ihren Gotteshäusern apothekenpflichtige Substanzen inhalieren und diese dann Weihrauch nennen!

--die zu Klängen von Blasmusik lustige Trachten und Kostüme tragen, während sie bizarre Tänze aufführen, indem sie sich zum Beispiel mit der rechten Hand auf die Innenseite des linken Unterschenkels schlagen!

Kaum zu glauben, dass dieses Volk eine Fußballmannschaft beherbergt, die in der ersten Bundesliga tatsächlich eine Lizenz erhalten hat, um sich mit 17 anderen deutschen Mannschaften messen zu dürfen.

Die Fußballmannschaft und ihre Führungspositionen:

--Vorstandsvorsitzender: Zollbetrüger;

--Aufsichtsratsvorsitzender bis 2014: Steuerhinterzieher;

--Sportdirektor: Unsympath trotz schwarzgelber Vergangenheit;

Lieblingswort: KONSTELLATION;

Spaßbremse: Würde den netten Herrn mit dem Geldkoffer von der Klassenlotterie an seiner Haustür erschießen, nur weil er statt Trainingsanzug und Stollenschuhen einen grauen Anzug trägt und durch den Laktattest fallen würde

Abfahrt:

Um 12:00 Uhr ging sie los, die wilde Fahrt! Der 9sitzer war komplett ausgelastet. Vielen Dank an Mark, der diesmal beide Touren übernommen hat!

Nach einer kurzen Pause passierte die Reisegruppe bereits um 15:00 Uhr das Ortsschild „Dortmund“. Verdammt pünktlich, wenn man bedenkt, dass Sascha “Beeilt-Euch-Wir Müssen-Los“ Bruch bei der Fahrt gar nicht dabei war!

Es war ausreichend Zeit, im Schwimmbad die obligatorischen Pils‘ zu trinken und die Warteschlange vor dem Currywurst-Stand war überschaubar.

Neben den Fußball- Themen blieb sogar Zeit Tom’ s EDV- Problem (fehlende Erreichbarkeit über E-Mail) ausführlich zu analysieren. Einige in der Runde meinten, sein Rechner sei veraltet und überladen, während andere die These aufstellten, Tom habe durch das Anklicken des erigierten Penis auf der „GayPorn“-Seite, sich einen „Trojaner“ auf der Festplatte eingefangen.

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Das Spiel:

Das Rote Pack aus dem Süden hatte durchaus Verletzungsprobleme (Robben, Ribery, Alaba und kurzfristig auch noch Badstuber mussten für das Spiel passen. Schwarzgelb war durchaus hoffnungsfroh zu punkten, die Voraussetzungen schienen günstig.

Doch den „Stern des Südens“ zum Verglühen zu bringen gestaltete sich schwierig. Sie standen defensiv gut und hatten kaum Mühe die schwarzgelben Offensivaktionen bereits im Keim zu ersticken. So verwunderte es kaum, dass der Keeper der Roten beschäftigungslos blieb.

Der Gegner machte es da leider besser: Zwar scheiterte Müller noch am gut herauskommenden Roman, doch im Nachsetzen nickte Lewandowski humorlos aus knapp elf Metern zur Halbzeitführung ein (36.).

Die zweite Halbzeit begann mit Verspätung. Von der Süd flogen diverse Wurfgeschosse in Form von Bananen und Feuerzeugen Richtung Neuers Tor. Es bleibt zu bedenken, bei der Wahl der Geschosse in Zukunft mehr auf Lebensmittel zu setzen. Der Held von Gelsenkirchen- Buer könnte diese dann einsammeln und in seiner Heimatstadt verteilen. Die Suppenküchen der Metropole würde es bei einer Arbeitslosenquote von 12,4% im Monat März durchaus freuen.

Borussia agierte jetzt besser. Während das Rote Pack in der zweiten Halbzeit zu keinem Torabschluss mehr kam, ergaben sich für Schwarzgelb immerhin gute Möglichkeiten. Marco (61. +71.) und Auba (65.) vergaben allerdings.

Die größte Chance zum Ausgleich hatte aber Marco in der 88. Spielminute: Seinen platziert geschossenen direkten Freistoß hielt Neuer jedoch Weltklasse. Es ist unstrittig: Diesem Mann mit dieser Vita wünscht man alle Zivilisationskrankheiten der Welt an den Hals, aber man muss leider auch anerkennen: Seinen Job macht er gut.

Ausblick:

Unter der Woche ist DFB- Pokal! Es steht das Viertelfinale zu Hause gegen „18eur99“ auf dem Programm, während es dann in der Liga am Samstag den 11. April zu den „Ponys“ geht.

 

Torsten Schirmer

Geschrieben von Arne am 11.04.15 um 9:53 Uhr •
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